KONZERT
Sonntag, 13.08.2017
OVERKILL
KonzertTickets für EUR 26,- zzgl. Vvk. Geb. über www.eventim.de und an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich.

Einlass: 19:00, Beginn: 20:00.

OVERKILL - The Grinding Wheel-Tour 2017

Mit Pioniersongs wie "Death Rider", "The Beast Within"" oder "Raise The Dead" tobten New Jerseys OVERKILL sich seit den 1980ern an die Spitze des Thrash Metals und prägten das Genre wie nur wenig andere Bands. Neben METALLICA, EXODUS, SLAYER und ANTHRAX schmiedeten Bandköpfe D.D. Verni und Bobby "Blitz" Ellsworth eine neue Form des harten Sounds, der heute noch so lebendig ist, wie zur Zeit des ersten Albums der Band "Feel The Fire", das im Frühjahr 1985 das Tageslicht erblickte.

Also macht Euch bereit für OVERKILLs 18. Album, das wilden Thrash mit herausragender Präzision präsentiert und gleichzeitig gedankenanregende Themen liefert - "The Grinding Wheel" steht in den Startlöchern und liefert erneut maschinierte Perfektion - mit einem kleinen Punk, der aber auch alles Durchkalkulierte zerstört.

Ein Leben, das sich allein dem Metal widmet, ist nicht immer rosarot und so erklärt sich auch der Titel des Longplayers: "Es ergab einfach Sinn für uns", erklärt D.D. "Wenn du seit 40 Jahren Metal machst, so wie wir, dann wird es manchmal zur Schinderei. Doch wir mochten auch die Old School Referenz in Richtung des JUDAS PRIEST Songs "Grinder", da wir viele klassische Heavy Metal Parts auf diesem Album dabei haben, die sich unter den Thrash mischen. Außerdem bringt es diesen Arbeiterflair mit sich: Arm, schmutzig aber authentisch. Und so sehen wir uns in OVERKILL ebenso. Nur dass unser Gitarrenkoffer jene Brotbox ist, mit der wir morgens das Haus verlassen."

"Eins der Hauptelemente, wenn nicht sogar der wichtigste Teil der Band ist, dass sie sich immer irgendwie durchgeschlagen hat", fügt Blitz hinzu. "Dekaden lang. Wir haben meist nur mäßigen Erfolg und Popularität gehabt, trotzdem konnten wir einigermaßen davon leben und uns durchboxen. Demnach hat sich dieses Element des Durchschlagens sehr in unserer Musik etabliert und man merkt es sowohl im Sound als auch in den Liedtexten."

Obwohl das Album Classic Metal Referenzen (BLACK SABBATH Feeling in "Come Heavy", sowie IRON MAIDEN Anklänge auf "The Long Road") und einen epischen Titeltrack zu ihrer typischen Thrashparty mitbringt, findet sich auch eine rotzige Punkästhetik in den Songs.

"Punk ist eine große Sache für OVERKILL", gesteht Verni. "Und es ist etwas, das in unserer Band gerade erst wieder aufblüht. Es begann 2010 mit "Ironbound" und zog sich durch "The Electric Age" and "White Devil Armory". Ich weiß, dass die Fans das wollten. Es gab einige Metalalben in unserer Laufbahn, bei denen wir nicht genügend auf unsere Punk-Ader gepocht hatten. Doch kurz bevor wir "Ironbound" schrieben, wurde es uns sehr wichtig, dass wir wieder zu dieser Mentalität zurückkehren und die Energie einsaugen. Ihr werdet kein GREEN DAY oder RAMONES in unserer Musik finden, aber die Energie und Attitüde des Punks, gemixt mit dem New York Vibe - das sind OVERKILL. Bei SLAYER oder MEGADETH werdet Ihr das nicht hören, es ist ganz einfach ein Alleinstellungsmerkmal von uns in der Thrashwelt."

Besonders hörbar ist dies auf dem zündenden "Let's All Go To Hades", das garantiert zur Moshpithymne wird. "Es war ein riesiger Spaß", erinnert sich Blitz. "Ich habe immer abstrakte Texte geschrieben. Es lag mir nie, konkret zu brüllen "Ich verquetsche deinen Schädel zu Staub!", sondern ich bevorzuge es, verschiedene Gedankengänge zusammenzufassen und daraus dann ein Puzzle zu basteln. Und als ich dann mit dem Texten fertig war und mir meine Arbeit ansah, dachte ich: Wow - ich bin 57 und wohl endlich erwachsen geworden! Haha, das ist so komisch! Aber ich mag indirekte Tracks wie "Hades" in denen es heißt, lasst uns alle ins Bataclan gehen und Arm in Arm "Killed By Death" singen. Ich habe viele aktuelle Events in das Album einfließen lassen, wie das Drama in Paris oder den Verlust von Lemmy. Danach befinde ich mich im Orientexpress, auf dem Weg von Paris nach Istanbul."

"Es ist kein "Hau deine Fresse in die Wand"-Song", fügt D.D. hinzu. "Es ist ein fast schon spaßiger Song. Es ist lustig, immer wenn du mit einigen Thrash Fans spricht, sagen sie "Oh nein, nein, nein - Spaß ist verboten. Es muss brutal und heavy sein, sonst nichts.’ Aber das trifft auf diesen Song nicht zu. Gelegentlich erlauben wir uns eben einen Ausrutscher - wie schon mit "Old School" oder "Fuck You". Wir haben keine Angst davor, mal anderes auszuprobieren."

Ein weiterer Songliebling von Blitz ist "Our Finest Hour". “Es geht darum, zu erkennen, wie ähnlich man einander ist", erklärt Ellsworth. "Ich denke, Menschen fühlen sich wohl, wenn sie Dinge von sich in anderen wiedererkennen. "Our Finest Hour" ist eine detaillierte Reise durch dieses Konzept. "Komm her, ich erkenne dich wieder" - auch wenn ich großer Freund davon bin, zu glauben, dass Menschen Dinge allein bewerkstelligen können, sind wir doch als Gruppe stärker. Darum geht es in diesem Song."

Völlig anders als Punkgeschredder ist der Song "The Long Road", bei dem D.D. einen klaren IRON MAIDEN Einfluss einräumt. "Definitiv. Der Anfang und einige Gesangpassagen klingen eindeutig nach New Wave of British Heavy Metal." Auch die Bassparts und speziell die Schlagzeugzauberei von Ron Lipnicki stechen bei dieser Scheibe besonders hervor und lassen sich besonders mit Kopfhörern und in kompletter Dunkelheit genießen.

"Ich habe diesen Sound seit langem", sagt Verni. "Es gibt viele Bassisten, die behaupten "Ich will den Bass fühlen". Für mich ist das Blödsinn, ich will den Bass nicht fühlen, sondern hören. Deshalb habe ich viel Zeit damit verbracht, an meinen Knöpfen zu drehen und so kann ich nun sicher sein, dass man den Bass eindeutig als klaren Unterschied zu der Gitarre wahrnimmt. Deshalb klingt der Bass auch immer aggressiver. Ich bin kein raffinierter Spieler, ich hole einfach volles Brett alles aus dem Instrument heraus und deshalb hat es eine ganz eigene Persönlichkeit, einen eigenen Klang. Er ist mehr als nur das Fundament für die Gitarren."

Und das beeinflusst das Songschreiben ebenso, wie Blitz hervorhebt: "Vergesst nicht, D.D. ist ein Gitarrist. Er spielt in seiner Freizeit mehr Gitarre als Bass und das seit den Achtzigern. Er hat zweieinhalb Dekaden mit einem Sechssaiter auf dem Buckel und somit hat er einzigartige Fähigkeiten und Sichtweisen, wenn es um Songwriting geht. Wenn man andere Bands ansieht, merkt man oft, dass sie aus Gitarristensicht schreiben - doch D.D. schreibt eher aus der Sicht der Rhythmussektion und genau das treibt die Songs an. Wenn du dann noch Dave Linsk dazu setzt, hast du schnell das Beste aus zwei Welten."

Dies bringt uns zur regelrecht maschinellen Effektivität der fünf Jungs aus OVERKILL, die einfach keine Schwächen in ihrem Line-Up mitbringen: "Dave ist derjenige, der über die Gitarren regiert. Er ist ein geborener Songschreiber - er zählt zu den Leuten, die sich die Zähne putzen und aus dem Rhythmus, den die Bürste auf den Zähnen verursacht, einen Song schreiben können. Immer hat er "noch eine Idee!". Und diese Ideen kommen minütlich herein. Derek kommt dann mit den zusätzlichen Vorschlägen. Und dann geht es durch die gesamte Bandmaschinerie. Es ist immer gut, einen Chef zu haben, auch wenn der Chefzepter manchmal die Hände wechselt. Aber meist ist es Derek, der den Song zu Ende bringt und einen Schlussstrich darunter zieht."

Und Ron? "Er ist einmalig", berichtet Verni. "Er ist ein großartiger Drummer und wir arbeiten schon seit einigen Alben eng zusammen. Das ist unsere fünfte gemeinsame Platte und jedes Mal genieße ich die Arbeit mit ihm, er ist so energiegeladen."

Auch den Produzenten Andy Sneap lobt die Band hoch in den Himmel, da er herausragende Arbeit auf "The Grinding Wheel" lieferte - doch Verni weiß auch noch andere Gründe, weshalb OVERKILL nach 18 Alben immer noch an der Spitze stehen können: "Ich habe ein eigenes Studio und machte die meiste Arbeit dort vor Ort. So händle ich das schon lange. Außerdem ist unser Line-Up schon länger konsistent und wir kennen uns sehr gut untereinander. Die Leute fragen "Wie kann es sein, dass Eure Alben nach 25 Jahren noch besser werden?" und ich denke, das liegt daran, dass jeder seine Rolle in der Band hat und diese auch genießt. Wir fühlen uns wohl in unserer Situation."

Trotzdem vergisst auch eine langetablierte Band wie OVERKILL nicht, dass sie ihren Erfolg vor allem den loyalen Fans zu verdanken hat: "Natürlich!”, gesteht Blitz. "Auch wenn wir diejenigen sind, die das Studio betreten und Songs aufnehmen, ist uns doch klar, dass mehr zu dieser Karriere und den 40 Jahren im Geschäft gehört. Wie vorhin schon zum Thema "Our Finest Hour" erwähnt, ist uns absolut klar, dass OVERKILL ein Gruppenprojekt ist. Etwas, das ohne die Mithilfe von anderen und damit meine ich besonders unsere Fans, funktionieren würde. OVERKILL ist nicht nur unsere Welt, sondern gehört jedem, der uns über all die Jahre hinweg unterstützt hat und mit uns fiebert."

> zum Online-Ticketshop
> zur Homepage des Künstlers